Investieren in Sachwerte
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16. Juni 2026

Investieren in Sachwerte

Was sollen Anlegerinnen und Anleger im aktuellen Tiefzinsumfeld tun? Die einfache Antwort: In Sachwerte investieren. Denn Aktien, Immobilien und Gold bieten über den Inflationsschutz hinausgehendes Renditepotenzial.

Der Leitzins in der Schweiz liegt aktuell bei 0 Prozent. Und obwohl die Inflationswerte vergleichsweise tief sind, bedeutet das auf lange Sicht: Mit sicheren Schweizer Staatsanleihen ist kaum mehr etwas zu verdienen. Mit Geld auf dem Sparkonto erst recht nicht. «Wer sein Geld vor Kaufkraftverlust schützen und vermehren möchte, kommt um die Investition in Sachwerte nicht herum », sagt Roman Stoob, Leiter Vermögensberatung bei der Raiffeisenbank Region linker Zürichsee. Dabei stehen Aktien, Immobilien und Gold im Fokus. «Sie bieten einen guten Inflationsschutz und versprechen langfristiges Wertsteigerungspotenzial.»

Aktien treiben die Rendite

Langfristig betrachtet werfen die meisten Aktienmärkte zwischen 7 und 8 Prozent Rendite pro Jahr ab – und liegen damit deutlich über den Inflationswerten. «Aktien sind langfristig gesehen die Renditetreiber im Portfolio», verdeutlicht Roman Stoob.

Kurzfristig können die Kurse jedoch stark schwanken. Aufgrund dieser Volatilität ist eine hohe Aktienquote nicht für jeden Anleger und jede Anlegerin die richtige Wahl. Roman Stoob: «Wer Risiken scheut oder Verluste finanziell nicht verkraften kann und einen eher kurzen Anlagehorizont hat, sollte einen tieferen Aktienanteil wählen als eine Person, die ihr Vermögen langfristig investiert

lassen kann.»

Unabhängig vom Anteil ist die Diversifikation ein entscheidendes Kriterium beim Aktienkauf. Wer einzelne Aktien erwerben will, sollte darum mindestens 30 bis 40 verschiedene Einzeltitel kaufen. Als Alternative empfehlen sich Anlagefonds oder Exchange-Traded Funds (ETF). Damit investieren Anlegerinnen und Anleger automatisch in einen ganzen Strauss an Wertpapieren.

Immobilien fungieren als Stabilisatoren

Auch Immobilien schützen vor Inflation. Wenn das Preisniveau anzieht, steigen auch die Zinsen – das ermöglicht Mieterhöhungen und macht Immobilien rentabler. Ein weiterer Vorteil liegt in ihrer geringen Korrelation zu Aktien. «Das heisst: Wer sowohl Aktien als auch Immobilien im Portfolio hat, verbessert die Diversifikation und das Risiko-Rendite-Profil», erklärt Roman Stoob. Diese interessante Ausgangslage beinhaltet aber auch Risiken, zum Beispiel die eingeschränkte Liquidität. Immobilien lassen sich nicht immer rasch verkaufen und binden oft einen Grossteil des Vermögens. Mit Investitionen in börsengehandelte Immobilienfonds können Anlegerinnen und Anleger dies jedoch umgehen. Roman Stoob ergänzt: «Solche indirekten Immobilienanlagen punkten zusätzlich mit einem regelmässigen Einkommen. Denn sie schütten meist einen Teil der Mieteinnahmen an die Anteilseigner aus.»

Gold bietet Sicherheit

Weniger um Rendite und mehr um Schutz geht es schliesslich bei Gold. Der Goldpreis tendiert langfristig nach oben, entwickelt sich für gewöhnlich aber nicht parallel zu Aktien. Das Edelmetall stabilisiert also die Portfolioentwicklung und reduziert das Gesamtrisiko. «Darum ist Gold auch immer dann gefragt, wenn es ungemütlich wird: in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten oder bei hoher Inflation», sagt Roman Stoob.

Anlegerinnen und Anleger können Gold physisch kaufen – als Barren, Münzen oder Schmuck. Eine bequeme Alternative sind Gold-ETF, die den Goldpreis 1:1 nachbilden. Roman Stoob erklärt: «So kann man in Gold investieren, ohne dass zusätzliche Kosten für Transport, Versicherung oder Aufbewahrung entstehen. »

Rebalancing hält das Gleichgewicht

Über die Gewichtung der einzelnen Anlageklassen entscheiden individuelle Präferenzen und allgemeine Richtwerte. «Bei Aktien spielt das persönliche Risikoprofil eine entscheidende Rolle», so Roman Stoob. Bei Immobilien und Gold empfiehlt der Experte einen Anteil von je mindestens 5 Prozent. Wichtig ist, die Gewichtung regelmässig zu überprüfen. Haben sich die Anteile aufgrund grösserer Wertschwankungen verschoben, ist ein Rebalancing angesagt. «So vermeidet man Klumpenrisiken und stellt sicher, dass man weiterhin gemäss der langfristigen Anlagestrategie investiert ist.» Roman Stoob Leiter Vermögensberatung Raiffeisenbank Region linker Zürichsee

Raiffeisenbank Region linker Zürichsee

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