Präsident der Genfer Uhrenmesse betont Bedeutung physischer Anlässe
Cyrille Vigneron, der bis September 2024 Chef der Richemont-Marke Cartier war, sagte anlässlich der Eröffnung der Genfer Uhrenmesse «Watches and Wonders», dass in allen Lebensbereichen physische Events immer mehr am Wiederaufleben sind und sich die Gesellschaft nach solchen sehne. Das gelte nicht nur für die Uhrenbranche.
So seien auch am wichtigsten Stelldichein der Uhrenmacherkunst mit 65 Marken eine Rekordzahl an Ausstellern mit dabei. Der Wunsch nach dem physischen Kontakt gelte für die Uhrenbranche nicht nur für Messen, sondern auch im Tagesgeschäft. E-Commerce habe bei weitem nicht den Verkauf im Laden übertroffen, sagte Vigneron.
Rekordteilnahme erwartet
Trotz der unsicheren geopolitischen Lage habe die Schweizer Uhrenbranche eine bemerkenswerte Resilienz gezeigt, sagte zudem Nathalie Fontanet, Regierungsrätin des Kantons Genf, an der offiziellen Eröffnung. Die Branche passe sich laufend an und entwickle sich weiter. Sie sei daher zuversichtlich und optimistisch.
Die Watches and Wonders 2026 in Genf ist damit am (heutigen) Dienstag gestartet und dauert eine Woche. Die ersten vier Tage ist sie ausschliesslich Fachpublikum vorbehalten – also vor allem Händlern und Medienvertretern. Die letzten drei Tage ist sie auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Veranstalter erwarten um die 60’000 Besucherinnen und Besuchern, 1700 Journalistinnen und Journalisten sowie mehr als 6000 Einzelhändler.
Die Watches and Wonders Geneva Foundation (WWGF) wurde im September 2022 auf Initiative von Rolex, Richemont und Patek Philippe gegründet und ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Genf. 2024 traten zudem Chanel, Hermès und LVMH dem Stiftungsrat bei.
